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Hi, I'm Benjamin. Welcome to my blog! I'm doing my master studies in media and education management. I love to talk to all kinds of people. If you have a good story to tell or any question, feel free to leave a message via ama :)

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Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Das hier, liebe Freunde, ist einer der Gründe für meine Inaktivität auf dieser Seite in jüngster Vergangenheit. Denn diese zwei Werke markieren mit 60 Seiten das Ende meiner Hausarbeitenkarriere. Jetzt noch ein Medienprojekt im nächsten Semester und dann die Masterthesis.

Ich bin optimistisch. Ab Juli werde ich in einem Forschungsprojekt meines Professors mitarbeiten und mir ein nettes Thema für die Abschlussarbeit suchen. Vermutlich wird es wieder um Kommunikation gehen. Liegt mir irgendwie. Ob interukulturell, nonverbal, synchron oder asynchron, analog oder  digital, im Unternehmenskontext oder in der Arzt-Patient-Beziehung muss noch festgelegt werden ;)

Sind aber noch ein paar Wochen bis dorthin. Jetzt erwarten mich wieder einmal dreieinhalb Wochen Asien. Die diesmalige Route wird sein: Shanghai-Jinan-Beijing-Kuala Lumpur-Langkawi-Koh Lipe-Phuket-Bangkok.

Noch ein paar Tage das Tablett schwingen und dann gehts los. 

Es hat sich einiges getan in den letzten Wochen und Monaten. Es gab einen sehr traurigen Todesfall in meinem Bekanntenkreis. Sitzt mir immer noch in den Knochen irgendwie. 

Und uninspiriert bin ich auch. Wenige Ideen, was ich hier schreiben kann. Vielleicht kommt ja auf der Reise die Inspiration zurück? Ich wünsche es mir.

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende. Genießt die Sonne! Der Frühling kommt.

Es geht wieder los.

Habe gerade Flüge nach China und Thailand für April gebucht ;)

Unter anderem stehen Jinan, Shanghai, Bangkok und die schönen Thaiinseln auf dem Programm. Mir wird warm ums Herz, wenn ich daran denke, wieder im DAO Kaffee zu trinken oder in der Shan Da Bei Lu kein Taxi zu kriegen ;))

Drei Wochen lang werde ich wieder zusammen mit Andrea auf Reisen gehen. Wie in alten Zeiten :)))

Freue mich gerade so sehr, dass ich es noch gar nicht fassen kann !!! GEIL GEIL GEIL.

Ein kleines bisschen Wahrheit kann man hier schon finden ;)

The more things change, the more they stay the same.

2014 loaded 99%

So Freunde, 

nach mehreren Wochen der Abwesenheit mal wieder ein kleiner Text. Ist mal wieder eine Menge passiert. Seit Ende November bin ich zertifizierter   Kommunikationstrainer. Die vier Seminartage haben mich sehr gefordert, dennoch habe ich im Master endlich mal das Gefühl handfeste Dinge zu lernen, die mir im späteren Verlauf meines Lebens wirklichen Nutzen bringen können. Zusammen mit meiner Komoderatorin, der wunderbaren Luisa, hat diese Erfahrung doch sehr viel Spaß gemacht.

Die ersten Themen für die Masterthesis wurden mir bereits unterbreitet und auch hier gibt es einige interessante Optionen für mich. Wenn die Zukunft zum Heute wird ist sie meist gar nicht so übel, wie man sie sich vorgestellt hat ;)

Als nächstes werden im neuen Jahr noch einige Prüfungen zu bestehen sein, aber auch hierauf lässt sich der Satz von eben übertragen. Denn jetzt stehen erstmal Weihnachten und mein Dreißiger vor der Tür. Je näher dieser rückt, desto gelassener werde ich. Im Verlauf des letzten Jahres habe ich oft missmutig zur Kenntnis genommen, dass meine Zwanziger bald rum sein werden. Mittlerweile freue ich mich einfach auf ein großes, feuchtfröhliches Fest mit meinen Freunden. 

Eigentlich soll die Weihnachtszeit ja auch eine Zeit der Besinnung darstellen, eine Zeit um in sich zu gehen, zur Ruhe zu kommen, eine Zeit für die Seele. Da merke ich ehrlich gesagt wenig von im Moment. Das einzige, was ich schweren Herzens feststelle ist der Fakt, dass Weihnachten jedes Jahr ein kleines Stückchen mehr von seiner Magie einbüßt. Als ich im September von meiner Asienreise wiedergekommen bin, haben mich im Discounter bereits die Schokonikoläuse angegrinst. Spitze. Dass hinter Weihnachten für viele Unternehmen einfach profane wirtschaftliche Interessen stehen, ist wohl kaum mehr zu übersehen. Das nimmt der Sache irgendwie merklich den Zauber. Aber wer könnte es ihnen verübeln? “Geld sticht”, äußert ein enger Freund von mir zuweilen.

Und mit Besinnung ist auch nicht viel. Für mich jedenfalls. Mein Leben besteht aus einer Reihe von kleinen und großen Baustellen. Jeder Tag, den man sich frei nimmt, löst umgehend ein schlechtes Gewissen aus, denn man könnte ja noch soviel machen. Trotzdem ist jetzt erstmal Jogginghose. Mein Vater, der musikalisch sehr aktiv ist in der Adventszeit, hat die Situation letztens augenzwinkernd so beschrieben: “Ich hetze von einer Besinnung zur nächsten”. Ziemlich zutreffend, möchte man meinen.

Und was hat der Text jetzt gebracht? Für den Leser wohl nicht viel. Keine ausufernden Reflexionen, keine tiefgreifenden Erkenntnisse. Nein, diesmal wirklich nicht. Einfach ein paar recht unbrisante Gedanken von mir. Ich bitte um Nachsicht, manchmal beschleicht mich das Gefühl, die emotionalen Gegebenheiten der letzten Monate haben mir etwas die Inspiration genommen.

Das einzige was mir noch zu sagen bleibt:

Ich wünsche dir und deiner Familie eine schöne Weihnachtszeit. Klingt nullachtfuffzehn, ist aber so. Und ich wünsche dir, dass du aller Belastungen zum Trotz Ruhe findest und stark in das neue Jahr starten kannst. Und wenn wir uns auf meiner Party sehen, dann lass uns feiern wie wir es uns schon immer gewünscht, aber es uns nie getraut haben ;)

So long

Voted one of the most powerful pictures of 2012

Eine Ampel in einer x-beliebigen Stadt. Auf beiden Seiten der Straße warten Horden von ungeduldigen, auf-die-Uhr-schauenden Menschen, manche mit Kopfhörern, manche mit Zeitungen. Eine Szene, die je nach Wetter und Laune zwischen Wall of Death bei einem Punkkonzert und der lang erwarteten Wiedervereinigung zweier Großfamilien rangiert. Doch heute bist du besonders aufmerksam – die Blicke und Gesten der anderen berühren dich. Beim Überqueren der Straße trifft es dich dann: Sonder.

Sonder - aus dem Englischen – beschreibt das Gefühl der plötzlichen Erkenntnis, dass um dich herum Menschen mit eigenen Berufungen, Interessen, Problemen und Ambitionen leben – mit eigenen Freuden, Ängsten, Marotten und Vorlieben. Jedes dieser Leben ist ebenso komplex und einzigartig wie deines. Relativiert das nicht letztendlich dein eigenes Leben? Bist du nichts weiter als ein austauschbarer Arbeiter in einem Ameisenhaufen? Ein Tropfen im Sturm – ohnegleichen, jedoch schlussendlich unbemerkt? Jeder einzelne dieser Menschen, die die Straße überqueren, hat eine eigene Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, in der du nur einer der vielen Straßenüberquerer bist. Ein Statist, der Momente später längst vergessen ist.

Aber was, wenn an dieser Kreuzung zufällig eine Freundin oder ein Freund vor dir steht? Ihr wisst beide, dass jedes Mal, wenn ihr euch trefft, eine Spannung in der Luft liegt. Du hast dir schon oft überlegt, sie oder ihn zum Kaffee einzuladen. Du merkst, wie dein Gegenüber sich anstrengt, besonders aufmerksam zuzuhören, über deine Witze zu lachen und – wenn du kurz wegsiehst – die Haare zu richten. Ihr merkt es beide, ihr wisst es beide und doch sagt niemand etwas. Mamihlapinatapai – aus dem Yaghai, der Sprache des gleichnamigen Volkes aus Feuerland – ist genau das, was gerade passiert. Wikipedia nennt es, das am schwersten zu übersetzende Wort der Welt. Eine Annäherung wäre:

Das Austauschen eines Blickes zwischen zwei Personen, von denen beide wünschten, der Andere würde die Initiative ergreifen etwas zu tun, was beide begehren, doch keiner wagt den Anfang.

Ihr nähert euch im Vorbeilaufen, seht euch sehnsüchtig in die Augen, spürt den Moment heraufkochen, doch es kommt nur ein krächzendes „Hallo“ oder „Wie geht‘s“ heraus und ihr lauft in entgegengesetzten Richtungen in eure einsame Zukunft. Du ärgerst dich und fühlst dich von dir selbst betrogen. Ein schwer greifbares Gefühl baut sich in dir auf. Ungelöste Verbitterung – ein Ressentiment vielleicht – gegenüber Unrecht, das dir widerfahren ist, ein Befinden von Hilflosigkeit, aufgrund deiner miserablen Gewinnchancen in einem Spiel, das du nicht einmal spielen willst. Ein Sieg in diesem Spiel ist entgegen aller Wahrscheinlichkeit. In diesem Leben bist du der Außenseiter, der Underdog. Dieses Gefühl hat einen Namen: Han.

Han- aus dem Koreanischen – ist nicht nur ein Gefühl, sondern ein Konzept, eine Lebensart, etwas speziell und einzigartig Koreanisches. Han erzeugt ein Gefühl von akutem, stechendem Schmerz in Magen und Gedärmen, der Körper krümmt und dreht sich und der Betroffene spürt einen hartnäckigen, nahezu unüberwindbaren Drang nach Rache und Wiederherstellung dessen, was recht ist. So beschreibt der koreanische Philosoph Suh Nam-dong das Konzept. Und falls das ein wenig weit hergeholt klingt, gibt es noch ein Extra: Han ist auch ein kulturspezifisches medizinisches Leiden. Die Symptome sind Kurzatmigkeit, Herzklopfen und Schwindelanfälle. Ein Mensch, der an Han stirbt, ist offiziell an Hwabyeong gestorben – auf Deutsch „Zornkrankheit“ oder „Feuerkrankheit“.

Aber nehmen wir an, du hast dich getraut, deine geheime Liebe einzuladen. Ihr sitzt im Café, versteht euch blendend, tauscht Blicke aus, die ihr doch nicht mehr so versteckt und verschleiert wie zuvor. Ein ehrliches Nicken beim Zuhören, ein schüchternes, aber suggestives Lächeln nach dem ersten Schluck deines perfekt zubereiteten Cappuccinos. Du bist glücklich. Doch wie lange? In exakt jenem Moment, in dem dir klar wird, dass du glücklich bist, und versuchst, dieses Gefühl bewusst auszukosten, spürst du, dass etwas mit deinem Glück passiert. Dein Intellekt, deine linke Gehirnhälfte, hat das Gefühl entdeckt und versucht es zu analysieren, es auseinanderzunehmen und in Kontext zu stellen. Wieso bist du glücklich? Warum macht dich das glücklich? Was ist Glück? Langsam, aber sicher, verblasst deine Glückseligkeit in einem Meer aus logisch-rationalen Fragen, bis nichts mehr bleibt als nur ein fader – leicht bitterer – Nachgeschmack dessen, was einmal war. Kairosklerosis nennt sich dieser Moment.

Doch trotz Kairosklerosis lief deine Verabredung hervorragend. Ihr habt euch wiedergetroffen, hattet euren ersten Kuss, die ersten durchfeierten Nächte, die langen Sonntagvormittage im Bett. Ihr habt euch „Ich liebe dich“ gesagt und seid zusammengezogen; habt geheiratet und Kinder gekriegt. Die Kinder sind jetzt erwachsen, ihr seid alt geworden, doch seht euch noch immer verliebt an, wie in jenem ersten Moment im Café. Und weil das Leben nun einmal so ist, stirbt die Liebe deines Lebens. Friedlich zurückblickend auf ein erfülltes Leben.

Übrig bleibst du.

Deine Kinder wohnen weit weg, besuchen dich nur selten, in Wirklichkeit habt ihr euch sowieso nicht mehr viel zu sagen. Eure Lebensrealitäten sind einfach zu weit voneinander entfernt. Der Tod deines Partners setzt dir zu. Es ist wie der Phantomschmerz, den Kriegsverletzte in ihrem amputierten Bein oder Arm spüren. Es fehlt etwas. Du stehst täglich nach dem Aufstehen vor der Haustür, wartend auf etwas, von dem du nicht einmal genau weißt, was es ist. Aber du wartest. Jeden Tag. Iktsuarpok – aus dem Inuit – beschreibt diese Situation. Ein Warten auf jemanden, der niemals erscheint. Mit dem Wissen, dass diese Person niemals erscheint.

Immer und immer wieder:

Das traurigste Wort der Welt.

lyme-magazin.de
 This guy.

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Abraham Maslow’s hierarchy of needs (updated version)

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I still have dreams,
they’re not the same,
they don’t fly as high as they used to.
John Mayer - born and raised
Almost died from laughing ;))

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